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Der Herr vom Himmel.

Dieses Blog möchte denen uneigennützig dienen die einen wirklichen Sinn suchen. Dieses Blog ist nicht kommerziell und nicht in eine religiöse Schublade einzuordnen.

ABENDMAHL

Entwicklung.Posted by Heinrich Feisel Sat, January 23, 2016 10:33:07

Abendmahl.


Es ist Abend, es wird Nacht, der Tagesrhythmus ist vollbracht

und noch sind alle Menschen munter. Die Sonne geht im Westen unter,

im Abendrot, im roten Schein und einer ist mit sich allein,

obwohl er in Gesellschaft ist, die jedoch sein Problem vergisst,

die ahnungslos dabei verfährt, die sich von dem Brot ernährt,

das ihnen dieser Mann ganz schlicht zuteilt und in Stücke bricht.


In Stimmung kommt man allgemein, dazu, mit zwei – drei Becher Wein. Redselig wird man und aktiv, bevor man kurz danach entschlief.

Alle sind fröhlich aufgelegt, wenn sich der Wein im Kreislauf regt;

Nur einer ist wohl etwas still, ist traurig, was wohl keiner will.

Seine Worte, die er sagt, werden jetzt nicht hinterfragt,

von denen die ihn nicht verstehen, die seine Sorge übersehen.


Man ist satt, man hat indessen Wein getrunken, Brot gegessen

und man schläft ganz allgemein mit vollem Bauch allmählich ein.

Nur einer kann wohl nicht recht schlafen, wie ein Hirte bei den Schafen,

der seine Herde in der Nacht, vor den Wölfen still bewacht.

Dieser Mensch, wie kann es sein, ist trotz Gesellschaft ganz allein,

ganz allein mit den Gedanken, ist am Zittern und am Wanken.


Die Todesangst, die ihn befällt, wobei ihn keiner unterhält,

wobei ihn niemand unterstützt, wovor ihn wohl auch kein Mensch schützt,

setzt dabei seinen Nerven zu und er findet keine Ruh.

Den Schlaf hat er nicht mehr gefunden. Er quält sich schlaflos viele Stunden,

doch die Genossen sind im Schlaf, welche die Angst nicht betraf.

Den Hinweis, der sich schnell verliert, haben sie nicht registriert.


Die schlimmen Stunden, die er wählt, hat wohl keiner mitgezählt.

Den letzten Schritt, solang er steht, auf dem Weg der zu Ende geht,

das lässt sich nun nicht übersehen, den muss er ganz alleine gehen.

Das Abendbrot hat man verzehrt, den Wein den hat man auch begehrt,

doch hat man ihn, als er zerbrach, als er die letzten Worte sprach,

vom Wein ein wenig leicht benommen, in dem Sinn wirklich ernst genommen?


Hat man, wie man das Brot begehrt, auch von seinem Sinn gezehrt?

Sah man sein Blut im roten Wein? Sah man den Sinn des Lebens ein?

Das Abendmahl, das man verwendet, hat leider ohne Sinn geendet.

Der Sinn ging an dem Kreuz verloren, durch diese die den Kult beschworen,

die ihren Ritus ständig nannten und niemals diesen Sinn erkannten.

Doch dabei wird so manchem klar: „Dieser Sinn war trotzdem wahr.“


H. Feisel



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