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Der Herr vom Himmel.

Dieses Blog möchte denen uneigennützig dienen die einen wirklichen Sinn suchen. Dieses Blog ist nicht kommerziell und nicht in eine religiöse Schublade einzuordnen.

Klärung.

Der Herr vom Himmel.Posted by Heinrich Feisel Sat, May 08, 2010 13:24:50
Die Klärung.
Das was sich klärt oder klären kann, das ist der unbekannte Sachverhalt, der
in der Unwissenheit verdunkelt ist. Darum fischt mancher im Trüben. Das
Trübe bzw. die Dunkelheit ist verklärt. Daraus ergibt sich im erkannten
Wissen die Aufklärung oder das Klären einer Sache, dem das „Erklären“
vorausgehen muss.
Die im neuen Testament häufig auftauchende Formulierung „Verklären und
Verklärung“ ist insofern eine relative Ungereimtheit, die entweder eine
falsche Übersetzung ist, oder in einem anderen Zusammenhang gesehen
werden muss.
Das Verklären und die Verklärung können allenfalls als die
vorausgesehenen zukünftigen Verhältnisse in der Welt gewertet werden, in
denen der wahre Sachverhalt nicht mehr erklärt sein kann, sondern nur noch
lange Zeit verklärt ist. Die Begegnung des Christus mit Moses und Elia auf
dem Ölberg, in Gestalt vollkommener göttlicher Wesen, entspricht
jedenfalls, wie ihre Unterredung erkennen lässt, weniger einer Verklärung,
als einer Erklärung.
Christus, der dabei in einiger Entfernung zu den Jüngern in einem extrem
hellen Lichtschein steht, der vom Himmel herab auf ihn fällt und dabei hell
angestrahlt ist, mag in diesem Sinne für die Augen der flüchtigen Betrachter
kurzfristig verklärt gewirkt haben. Jedenfalls ist die Aussprache oder die
Erläuterung als die Erklärung für den weiteren Verlauf der Dinge von
ausschlaggebender Bedeutung. Die Jünger haben Einzelheiten dieser
Unterhaltung offenbar nicht mithören können, insofern, weil sie wohl zu
weit entfernt standen.
Jedenfalls muss wohl die Aussage „Verkläre mich Vater, wie ich dich
verklärt habe“ eigentlich sinngemäß lauten: „Erkläre mich Vater, wie ich
dich erklärt habe!“ Dieser mögliche und eher wahrscheinliche Irrtum, ist
vielleicht charakteristisch für die Religion in zwei Jahrtausenden
Weltgeschichte.
Aus dem Licht der Erkenntnis wird schon bald die Dunkelheit des
Mysteriums, aus der Erklärung die Verklärung und aus Klarheit nur noch
getrübte Sicht.
Die Bedeutung oder das was deutlich ist, wird immer undeutlicher und
entspricht zuletzt, im übelsten Stadium, nur noch der geäußerten und gegen
materiellen Profit veräußerten Bedeutungslosigkeit.
Eine Verklärung hat also wenig Sinn, nur eine Erklärung kann mit Sinn
umgehen. Doch das Vorenthalten und das Verhindern einer Erklärung ist
eine Verklärung, die zu keiner wirklichen Erkenntnis führen kann.
Die Klarheit des Geistes ist die Kenntnis des Geistes und damit der
deutliche Inhalt. Erklären ist darum der einzige Weg der zur Klarheit führt.
Was der Mensch kennt und dann in der Gewohnheit als Selbstverständlich
ansieht, das muss er erst zu irgend einem Zeitpunkt vorher erkannt haben.
Wer nichts erkennt, der sträubt sich oft schon gegen den Gedanken etwas
erkennen zu können, denn er sieht seine eigene Unfähigkeit als für
grundsätzlich gegeben an. Bevor sich aber jemand zu äußern versucht,
sollte er wissen, dass man sich nur sinngemäß äußern kann, wenn ein Sinn
der Äußerung existieren soll. Der Sinn wird aber in der Erkenntnis
fruchtbar und er wächst und trägt seine Früchte. Die Früchte des Unsinns
und der Sinnlosigkeit sind zahlreiche verdorbene Früchte, die schon
verfaulen, bevor sie reif sind. Das göttliche Licht der Erkenntnis ist darum
logisch einleuchtend, doch die allgemeine Welt befindet sich in der
Dunkelheit ihrer Ahnungslosigkeit. Schlimm ist nicht generell der Profit,
von dem alle Menschen leben müssen, sondern die Tatsache, dass zwecks
Profit die göttliche Logik und die Lehre den Vorzügen von Kost und Logie
weichen müssen.
Da aber die Bibel eine ganz ungeschminkte, für die materiell ausgerichtete
Welt, oft unangenehme Wahrheit vertritt, ergibt sich, angesichts handfester
materieller Gier (die fleischliche Wolllust) eine stetige, schleichende
Verfälschung ihres erkennbaren Inhalts. Typisch ist, dass Bibelzitate nicht
vollständig benutzt werden, sondern gezielt ausgesucht sind, um keine
peinlichen Fragen aufkommen zu lassen. Unangenehme Stellen werden
dabei gerne ignoriert.
Wer aber auf einen Bibeltext stößt, welcher ihm unangenehm erscheint, der
sollte eigentlich seine Logik gebrauchen und dabei wissen, dass sich in
diesem Zusammenhang in der entsprechenden menschlichen Psyche eine
Ungereimtheit nicht übersehen lässt. Heuchelei ist aber das größte Übel
der Menschheit.
2. Korinther 13; 9 – 12 :
Denn unser Wissen ist Stückwerk und unser Weissagen ist Stückwerk
(Weissagen ist das was man weiß, was aus dem Wissen kommt und kein
fauler Zauber). Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das
Stückwerk aufhören. Da ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und
war klug wie ein Kind (in der Intelligenz dem Stadium entsprechend) und
hatte kindische Anschläge (Absichten und Wünsche und Verfehlungen); da
ich aber ein Mann ward, tat ich ab, was kindisch war. Wir sehen jetzt durch
einen Spiegel in einem dunklen Wort (das was sich als Bildung des
Menschen widerspiegelt, aber bruchstückhaft ist, während vieles im
Dunklen bleibt); dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich’s
stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.
Für die Vergangenheit galt:
3. Korinther 5; 7
denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen (das für Menschen im
Raum nicht wahrnehmbare ist verborgen und kann nicht gesehen werden).
Heute aber gilt, dass sie vorwiegend im Schauen wandeln und nicht im
Glauben, wobei das Schauen dem fortgeschrittenen Bildungsstand
entspricht.
Im Schauen ist man sich nur nicht darüber im klaren, dass vieles im
unendlichen Raum nicht eingesehen werden kann und dass darum,
bezüglich der göttlichen Lehre, die Bildung nur menschliche
Kurzsichtigkeit ist.
H. Feisel.

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